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Unfallversicherung für Profisportler 2026

Der Profi-Tarif, der Profisportler aufnimmt.
Und sofort zahlt, wenn der Ernstfall kommt.

Im Profifußball beenden rund 2 von 3 ihre Karriere wegen Verletzung oder anderen medizinischen Gründen, fast 40 Prozent davon abrupt (FIFA Medical Centre Regensburg). Diese Zahlen stammen aus dem Fußball, aber Risiko existiert im Profisport allgemein. Standard-Unfallversicherungen nehmen Profis oft gar nicht erst auf. Der ERGO Berufssportler-Tarif ist einer der wenigen, die Profis aufnehmen: laut ERGO rund 90 Prozent, dank Verzicht auf die Gesundheitsprüfung, plus Sofortleistung bei 11 schweren Verletzungs-Klassen.

90 % Aufnahmequote (laut ERGO)
ohne Gesundheitsprüfung
11 Verletzungs-Klassen
mit Sofortleistung
500.000 € maximale
Versicherungssumme
50 versicherbare
Sportarten
Enrico Fischer, Versicherungsmakler (IHK) 4,9 Sterne auf Google (15 Bewertungen) ProvenExpert: Sehr gut 200+ Kunden deutschlandweit beraten Werte Stand: 28.05.2026 Quellen: ERGO-AUB 2020 SP, BGH IV ZR 273/03 IHK-Nr. D-4YKP-487AL-84
Aktualisiert: 3. Juni 2026

Diese Seite zeigt Dir, wie Du als Profi- oder Lizenzsportler eine Unfallversicherung bekommst, die Dich auch wirklich aufnimmt: welcher Tarif Profis akzeptiert, wann die Sofortleistung greift, welche Sportarten versichert sind, was er kostet und wo die Unfallversicherung im Drei-Säulen-Konzept steht. Du erfährst außerdem, was sie bewusst nicht leistet und wie Du Deinen Vertrag im Leistungsfall kugelsicher machst. Jede Zahl auf dieser Seite ist gegen die Bedingungswerke und Primärquellen geprüft.

Warum Standard-Unfallversicherungen Profisportler ablehnen

Die belastbarsten Zahlen kommen aus dem Profifußball: Dort beenden rund zwei von drei ihre Karriere wegen Verletzung oder anderen medizinischen Gründen, fast 40 Prozent davon abrupt, von einem Tag auf den anderen (FIFA Medical Centre Regensburg, Krutsch-Studie). Diese Zahlen stammen aus dem Fußball, aber Risiko existiert im Profisport allgemein. Wer den Sport zum Beruf macht, lebt mit einem Körper, der jeden Tag im Einsatz ist. Genau dieser Körper ist für Standard-Unfallversicherungen ein erhöhtes Risiko, das sie meist nicht versichern wollen.

Klassische private Unfallversicherungen lehnen Profi- und Lizenzsportler im Antrag häufig ab. Auch bekannte Sportler-Tarife wie der allsafe bodyguard 2.0 sind für Hobby-Sportler und ambitionierte Amateure ausgelegt. Profisportler werden dort nicht aufgenommen. Du zahlst dann entweder einen Tarif, der im Schadensfall nicht greift, weil der Profi-Status nie sauber gemeldet war. Oder Du findest erst nach der Ablehnung heraus, dass Dein Beruf nicht versicherbar war.

Achtung

Standard-Sportler-Tarife wie allsafe bodyguard 2.0 nehmen keine Profisportler auf. Sie sind für Hobby- und Vereinsamateure ausgelegt. Wenn Du als Profi-Vertragsspieler unterschreibst, ohne Deinen Status sauber zu klären, ist Dein Vertrag im Leistungsfall angreifbar.

Ein ehrliches Wort zur Gliedertaxe, also der Liste, was jedes Körperteil prozentual wert ist. Diese reinen Prozent-Werte sind im gesamten Unfall-Markt sehr ähnlich, auch beim ERGO-Tarif. Der Unterschied für Profi-Sportler liegt also nicht in höheren Gliedertaxe-Werten, sondern an zwei anderen Stellen. Erstens nimmt dieser Tarif Profi- und Lizenzsportler überhaupt erst auf, und das ohne Gesundheitsprüfung. Zweitens kommen Zusatz-Bausteine obendrauf: Die Auszahlung beginnt ab 20 Prozent Invalidität und gilt dann auch für die ersten 19 Prozent. Zwischen 40 und 60 Prozent legt eine Mehrleistungs-Staffel pro Prozentpunkt noch einmal Geld drauf, ab 60 Prozent gibt es die volle Versicherungssumme. Und eine Sofortleistung zahlt bei elf schweren Verletzungs-Klassen sofort, bevor die endgültige Invalidität überhaupt feststeht. Genau diese Punkte machen den Tarif für Profi-Sportler stark.

Hinzu kommt die Bedingungs-Qualität im breiten Unfall-Markt. Im Franke-Bornberg-Rating 2024 wurden 417 Unfall-Tarife geprüft, nur jeder zehnte Tarif erreichte die FFF-Bestwertung. Profis brauchen einen Tarif, der auf ihre Realität zugeschnitten ist. Genau diesen Tarif gibt es im deutschen Markt, und er ist Thema der nächsten Sektionen.


Drei-Säulen-Konzept: wo die Unfallversicherung steht

Wenn Profi-Sportler an Absicherung denken, denken sie oft nur an die Unfallversicherung. Das ist verständlich, denn der Begriff ist im Alltag bekannt. Tatsächlich ist die Unfallversicherung für Profis aber nur eine Säule. Das eigentliche Fundament, das jeder Profisportler haben sollte, ist die Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung.

Drei-Säulen-Konzept für Profi-Absicherung

Eine ehrliche Profi-Absicherung besteht aus drei Bausteinen, die jeweils unterschiedliche Risiken abdecken. Sie ersetzen sich nicht, sondern ergänzen sich.

Fundament

Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung

Zahlt, wenn Du Deinen Sport nicht mehr ausüben kannst. Egal ob der Auslöser ein Unfall oder eine Krankheit war. Über Lloyd's-Coverholder verfügbar, mit Risikoprüfung. Das sollte jeder Profi haben.

Säule 2

Krankentagegeld für Profis

Zahlt während Reha und langer Trainingspause, wenn der Verein nicht mehr Lohn fortzahlt. Der Tagessatz richtet sich nach Deinem Einkommen, bis 8.250 Euro pro Tag sind versicherbar.

Säule 3

Profi-Unfallversicherung

Zahlt bei konkreten Verletzungs-Folgen mit Invaliditäts-Grad und bei elf schweren Verletzungs-Klassen sofort. Sie ist die Ergänzung obendrauf und gleichzeitig Dein Backup: Wer die ersten beiden Säulen aus gesundheitlichen Gründen nicht bekommt, ist hier trotzdem abgesichert, weil dieser Tarif ohne Gesundheitsprüfung aufnimmt.

Diese Seite vertieft die dritte Säule, also die Profi-Unfallversicherung. Wenn Du die anderen beiden Bausteine kennenlernen willst, findest Du die Einordnung im Hub für Profisportler-Absicherung oder Du sprichst mich an. Im Erstgespräch sortieren wir die drei Säulen passend zu Deiner Sportart, Deinem Einkommen und Deiner Karrierephase.


Der Profi-Tarif für Unfallversicherung im Detail

Im deutschen Markt ist der ERGO Berufssportler-Tarif eine echte Seltenheit: ein Unfalltarif, der Berufssportler systematisch aufnimmt. Er ist auf die Realität von Profi- und Lizenzsportlern zugeschnitten, mit einer Aufnahme-Logik ohne Standard-Gesundheitsprüfung, einer Sofortleistung bei schweren Verletzungs-Klassen und einer Mehrleistungs-Staffel ab 40 Prozent Invalidität. Die folgenden Abschnitte zerlegen die wichtigsten Tarif-Merkmale.

Key Facts ERGO Berufssportler-Tarif

  • Aufnahmequote: laut ERGO rund 90 Prozent der Profisportler in Deutschland, ohne Gesundheitsprüfung
  • Maximale Versicherungssumme Invalidität: 500.000 Euro
  • Sofortleistung: bei elf schweren Verletzungs-Klassen, bis 10.000 Euro
  • Versicherungsumfang: 24 Stunden, weltweit, Voraussetzung ständiger Wohnsitz in Deutschland und Start- oder Spielberechtigung für einen deutschen Verein
  • Beitragsmodell: Jahres-Einmalbeitrag per SEPA-Lastschrift, Mindestbeitrag 249,50 Euro pro Jahr
  • Vertragsbindung: längstens ein Jahr, keine automatische Verlängerung

Wer wird vom Profi-Tarif aufgenommen?

Die Aufnahme-Logik des ERGO Berufssportler-Tarifs ist die zentrale Besonderheit. Im normalen Unfall-Markt verlangen Versicherer detaillierte Gesundheitsfragen, Vorschadenangaben und Vorversicherungs-Informationen. Hier nicht. Der Tarif kommt ohne Standard-Gesundheitsprüfung, ohne Vorschadenfragen, ohne Vorversicherungsfragen, ohne Risikozuschläge, ohne Summenzuschläge und ohne Alterszuschläge. Auch eine individuelle Ausschlussklausel gibt es nicht.

Was Du erfüllen musst, ist überschaubar: ständiger Wohnsitz in Deutschland und Start- oder Spielberechtigung für einen deutschen Verein. Das ist die Schwelle. Laut ERGO greift die Aufnahme damit für rund 90 Prozent der Profi- und Lizenzsportler in Deutschland.

Welche Versicherungssummen sind möglich?

Die Versicherungssumme für den Invaliditätsfall ist bis maximal 500.000 Euro wählbar. Das ist der Betrag, den Du bei 100 Prozent Invalidität ausgezahlt bekommst. Bei niedrigeren Invaliditätsgraden wird er anteilig ausgezahlt, mit Berücksichtigung von Franchise und Mehrleistungs-Staffel (siehe Abschnitt zur 20-Prozent-Schwelle).

Die Todesfallsumme kann höchstens so hoch sein wie die Versicherungssumme für den Invaliditätsfall. Wenn Du also 500.000 Euro für den Invaliditätsfall vereinbarst, kannst Du bis zu 500.000 Euro für den Todesfall mitversichern. Das ergibt Sinn für Profi-Sportler mit Familie und finanziellen Verpflichtungen.

Die Sofortleistung beträgt zehn Prozent der Versicherungssumme, gedeckelt auf maximal 10.000 Euro. Bei einer Versicherungssumme von 250.000 Euro liegt die Sofortleistung also bei 10.000 Euro, gleichzeitig der Maximalbetrag.

Der Mindestbeitrag liegt bei 249,50 Euro pro Jahr als Jahres-Einmalbeitrag per SEPA-Lastschrift. Eine Ratenzahlung gibt es nicht. Beispiel-Beiträge nach Versicherungssumme:

  • Invalidität 250.000 Euro, Todesfall 25.000 Euro, Sofortleistung 10.000 Euro: 1.052,85 Euro pro Jahr (Beispielwerte inklusive 19 Prozent Versicherungsteuer)
  • Invalidität 500.000 Euro, Todesfall 50.000 Euro, Sofortleistung 10.000 Euro: 1.988,49 Euro pro Jahr

Die konkrete Höhe hängt von Deiner Versicherungssumme und Deiner Sportart ab (Beitragsgruppe 1 oder 2, siehe Sportarten-Sektion) und wird über das ERGO-Berechnungstool ermittelt. Die Marketing-Aussage des Anbieters: seit dem Jahr 2000 ist der Preis für den Schutz nicht gestiegen.

Wann zahlt die Sofortleistung bei schweren Verletzungen?

Die Sofortleistung greift bei elf definierten schweren Verletzungs-Klassen. Sie wird ausgezahlt, ohne dass die endgültige Invaliditätsbewertung abgewartet werden muss. Das ist im Schadensfall finanziell wichtig, weil die Invaliditätsbewertung selbst oft Monate dauert.

  1. Kreuzbandruptur mit zwei Begleitverletzungen
  2. dieselbe Kreuzbandruptur bei einem vorgeschädigten Kreuzband (dann wird die halbe Sofortleistung gezahlt, also 50 Prozent)
  3. Bimalleolarfraktur am Sprunggelenk
  4. Schultereckgelenksprengung Rockwood III oder Tossy III
  5. Offene Fraktur eines Röhrenknochens mit Sehnen-, Muskel-, Gefäß- oder Nervenschädigung
  6. Trümmerfraktur eines Röhrenknochens
  7. Polytrauma
  8. Schädel-Hirn-Trauma ab dem dritten Grad
  9. Erblindung beider Augen
  10. Amputation eines Fußes oder einer Hand
  11. Querschnittslähmung

Wichtig zu wissen: Die Sofortleistung wird auf die spätere Invaliditätsleistung angerechnet. Sie ist also ein zeitlicher Vorschuss, kein zusätzlicher Bonus. Der Anspruch erlischt ein Jahr nach dem Unfall. Bei einem vorgeschädigten Kreuzband wird nur die halbe Sofortleistung gezahlt.

Wie funktioniert die 20-Prozent-Schwelle und die Mehrleistungs-Staffel?

Der Tarif arbeitet mit einer 20-Prozent-Invaliditätsfranchise. Das heißt: Erst wenn der gemessene Invaliditätsgrad mindestens 20 Prozent erreicht, gibt es eine Auszahlung. Liegt er darunter (zum Beispiel bei 15 Prozent), bekommt der Versicherte nichts. Diese Schwelle ist Marktstandard, schließt aber gerade bei Profis viele kleinere Verletzungen aus.

Wird die 20-Prozent-Schwelle überschritten, wirkt sie wie ein Eintrittstor, nicht wie ein Selbstbehalt. Du bekommst dann eine Auszahlung auf Basis der gesamten Invalidität, nicht nur auf den Anteil oberhalb der Schwelle. Beispiel: Bei einer ärztlich festgestellten Invalidität von 30 Prozent rechnet der Tarif die vollen 30 Prozent ab, nicht nur die 10 Prozent über der 20er-Schwelle.

Zwischen 40 und 60 Prozent Invalidität greift die Mehrleistungs-Staffel. Pro Prozentpunkt oberhalb von 40 Prozent gibt es zwei Prozent Mehrleistung auf die Versicherungssumme. Ab 60 Prozent Invalidität werden in jedem Fall 100 Prozent der Versicherungssumme ausgezahlt, auch wenn der tatsächliche Grad darunter liegt.

Konkret bedeutet das: Bei 50 Prozent Invalidität und 250.000 Euro Versicherungssumme bekommst Du nicht 125.000 Euro, sondern 150.000 Euro, also 60 Prozent der Versicherungssumme. Ab 60 Prozent Invalidität sind es bereits 100 Prozent. Das ist für Profi-Sportler besonders relevant, weil oft kleinere Invaliditätsgrade die Karriere beenden, ohne dass der medizinische Wert die 100 Prozent erreicht.

Was schließt der Tarif aus?

Ehrlich gesagt: Auch der Profi-Tarif hat Lücken, die Du kennen musst. Die wichtigste betrifft psychische Folgen. Der Tarif schließt psychische Beeinträchtigungen aus, auch wenn sie durch einen versicherten Unfall ausgelöst wurden (ERGO-AUB 2020 SP Ziffer 5.2.6). Wenn Du nach einer schweren Sportverletzung eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelst und deshalb nicht mehr spielen kannst, ist das im Unfall-Tarif nicht gedeckt.

Eine zweite Lücke betrifft Menisken. Sie sind im erweiterten Unfallbegriff nicht eingeschlossen (Ziffer 1.4.1). Ein Meniskus-Schaden ist im Tarif nur dann gedeckt, wenn ein klassisches Unfallereignis (plötzlich von außen einwirkend) vorliegt. Eine schleichende Abnutzung im Training wird in der Regel nicht erfasst.

Welche Ergänzung diese Lücken schließt

Sowohl psychische Folgen als auch Krankheits-Ursachen ohne klassisches Unfallereignis lassen sich, je nach Anbieter und Baustein, über eine Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung absichern. Sie zahlt, egal ob ein Unfall oder eine Krankheit der Auslöser ist, sobald die sportliche Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Genau deshalb ist sie das Fundament-Produkt, das jeder Profi haben sollte, und die Unfallversicherung die ergänzende Säule.


Welche Sportarten sind versicherbar?

Der ERGO Berufssportler-Tarif erfasst 50 Sportarten, aufgeteilt in zwei Beitragsgruppen. Die Beitragsgruppen unterscheiden sich im Verletzungs-Risiko und damit im Beitragspromille. Die folgende Tabelle zeigt beide Gruppen mit allen Sportarten. Wenn Du Deine Sportart hier findest, bist Du grundsätzlich versicherbar.

Beitragsgruppe 1 (30 Sportarten)

Geringeres Beitragspromille, niedrigeres Verletzungs-Risiko-Profil
  • Badminton
  • Baseball
  • Basketball
  • Bogenschießen
  • Curling
  • Eishockey
  • Faustball
  • Fußball
  • Golf
  • Handball
  • Hockey
  • Kanu
  • Kanuslalom
  • Leichtathletik
  • Moderner Fünfkampf
  • Rhythmische Sportgymnastik
  • Rudern
  • Schießen
  • Schwimmen
  • Segeln
  • Softball
  • Squash
  • Synchronschwimmen
  • Tanzen
  • Tennis
  • Tischtennis
  • Volleyball
  • Wasserball
  • Wasserspringen
  • Windsurfen

Beitragsgruppe 2 (20 Sportarten)

Höheres Beitragspromille, höheres Verletzungs-Risiko-Profil
  • Bahnrad
  • Biathlon
  • Bob
  • Eiskunstlauf
  • Eisschnelllauf
  • Fechten
  • Gewichtheben
  • Judo
  • Nordische Kombination
  • Rennrodeln
  • Ringen
  • Short Track
  • Skeleton
  • Skilanglauf
  • Skispringen
  • Triathlon
  • Turnen
  • Ultramarathon
  • Wakeboarden
  • Wasserski

Nicht versicherbar im Profi-Tarif

Einige Sportarten sind nicht im Profi-Tarif versicherbar, zum Beispiel:

  • Apnoetauchen
  • Boxen
  • Motorsport
  • Radrennfahren (Straßen-Radsport), Bahnrad ist hingegen versicherbar (Beitragsgruppe 2)
  • Reiten
  • Ski alpin

Wenn Du Profi in einer dieser Sportarten bist, lohnt sich eine individuelle Marktprüfung. Es gibt Speziallösungen über andere Risikoträger. Sprich mich an, dann klären wir das im Erstgespräch.


Was den Vertrag im Leistungsfall wirklich kugelsicher macht

Aufnahme bedeutet nicht automatisch Auszahlung. Das ist die unbequeme Wahrheit der privaten Unfallversicherung. Selbst wenn Du in den Profi-Tarif aufgenommen wurdest und im Vertrag stehst, kann der Versicherer im Leistungsfall die Auszahlung verzögern oder anfechten, wenn formale Fristen oder Nachweise nicht stimmen. Genau hier liegt die Stelle, an der die meisten Verträge im Ernstfall wackeln.

Der ERGO Berufssportler-Tarif basiert auf dem Bedingungswerk ERGO-AUB 2020 SP. Diese Bedingungen verlangen zwei Fristen, die jeder Versicherte kennen muss:

  • Die Invalidität muss binnen 15 Monaten nach dem Unfall eingetreten und ärztlich festgestellt sein.
  • Der Anspruch muss binnen 15 Monaten nach dem Unfall geltend gemacht werden.

In der Praxis ist die ärztliche Feststellung der Invalidität der häufigste Stolperstein. Viele Sportler glauben, das OP-Protokoll des behandelnden Arztes reiche aus. Tut es nicht. Ein OP-Protokoll ist keine ärztliche Invaliditätsfeststellung. Du brauchst einen separaten Arztbrief mit ausdrücklicher schriftlicher Stellungnahme zur Invalidität. Diese Stellungnahme muss innerhalb der 15-Monats-Frist vorliegen, sonst ist der Anspruch verfallen.

Diese Frist-Logik ist höchstrichterlich bestätigt. Der Bundesgerichtshof hat im Leiturteil IV ZR 273/03 vom 23. Februar 2005 entschieden, dass eine schriftliche Invaliditätsfeststellung binnen 15 Monaten als Wirksamkeitsvoraussetzung des Anspruchs wirksam ist. Wenn die Feststellung fehlt, kann der Versicherer die Leistung ablehnen, selbst wenn die Invalidität objektiv gegeben ist.

Forensische Gesundheitsanalyse vor Vertragsabschluss

Der Profi-Tarif kommt ohne Standard-Gesundheitsprüfung. Trotzdem prüfen wir vor Vertragsabschluss Deine komplette Gesundheits-Vorgeschichte. Diese forensische Aufarbeitung deckt Stolpersteine auf, die im Leistungsfall Probleme machen könnten (Vorschäden an Gelenken, frühere Operationen, dokumentierte Diagnosen, die später als Vorerkrankung gewertet werden könnten). Bei der Unfallversicherung selbst wirkt sich das nicht direkt aus, weil ERGO keine Gesundheitsfragen stellt. Sie ist aber die zwingende Vorarbeit für die Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung, die im Drei-Säulen-Konzept das Fundament-Produkt ist. Genau dort entscheidet die forensische Aufarbeitung darüber, ob Du im Leistungsfall die volle Auszahlung bekommst oder ob der Versicherer Deinen Vertrag anficht.

Drei Schritte zur kugelsicheren Vertragsbasis

1
Komplette Gesundheits-Akte zusammenstellen

Wir tragen Deine Akte zusammen, zehn Jahre rückwirkend. Arztbriefe, Diagnose-Codes, OP-Berichte, Reha-Unterlagen. Jede dokumentierte Diagnose wird mit den Gesundheitsfragen des geplanten Vertrags abgeglichen.

2
Anonyme Risikovoranfragen einholen

Wir holen bei den relevanten Risikoträgern anonyme Voranfragen ein. So weißt Du vorab, welcher Anbieter Dich aufnimmt und unter welchen Bedingungen, ohne dass Dein Name im Markt gemeldet wird.

3
Antrag mit voller Transparenz stellen

Erst wenn Risikoträger, Bedingungen und Antragsfragen sauber geklärt sind, stellst Du den Antrag. Im Leistungsfall hat der Versicherer kaum noch Spielraum für eine Anfechtung, weil jede Vorgeschichte sauber aufgearbeitet und im Antrag vollständig offengelegt ist.

Beim ERGO-Tarif geht der Abschluss zügig: keine Gesundheitsprüfung, keine Vorschadenfragen. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Deine Ausgangslage. Wenn Du zusätzlich eine Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung brauchst (was die meisten Profis tun), arbeiten wir Deine Gesundheits-Vorgeschichte forensisch auf und holen anonyme Risikovoranfragen ein. Erst dann steht fest, welcher Anbieter Dich dort aufnimmt.


Was die Unfallversicherung NICHT leistet (und wo das Fundament fehlt)

Die Profi-Unfallversicherung leistet bei konkreten Verletzungs-Folgen mit messbarer Invalidität und bei den elf schweren Verletzungs-Klassen. Sie ist eine starke Säule. Sie ist aber nicht die ganze Absicherung. Drei typische Schäden, die ein Profi-Sportler erleben kann, sind durch sie nicht oder nur teilweise abgedeckt.

← Tabelle zur Seite wischen, um alle drei Spalten zu sehen →

Schadens-Szenario Profi-Unfallversicherung leistet Das fehlende Fundament
Karriereende ohne Unfall-Ursache (chronische Überlastung, Knorpel-Verschleiß, Bandscheiben-Schaden, Krebs) Nein. Die Unfallversicherung verlangt ein klassisches Unfallereignis als Auslöser. Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung über Lloyd's-Coverholder. Sie zahlt, egal ob ein Unfall oder eine Krankheit der Auslöser ist, sobald Du die sportliche Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst. Das ist das Fundament-Produkt im Drei-Säulen-Konzept.
Verdienstausfall während langer Reha (Trainingspause ohne Lohnfortzahlung vom Verein) Nein. Die Unfallversicherung zahlt einmalig bei messbarer Invalidität, nicht laufend für den Verdienstausfall. Krankentagegeld für Profi-Sportler. Der Tagessatz richtet sich nach Deinem Einkommen und ist bis 8.250 Euro pro Tag versicherbar, der Bezug ist bis zu drei Jahre möglich.
Karriereende durch psychische Folgen einer Sportverletzung (Trauma, Depression, Angststörung) Nein. Der ERGO Berufssportler-Tarif schließt psychische Folgen explizit aus (AUB 2020 SP Ziffer 5.2.6), auch wenn sie unfallbedingt sind. Eine Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung mit dem entsprechenden Baustein. Auch hier ist die Versicherbarkeit anbieterabhängig und braucht die forensische Vorarbeit.
Schaden nach Vertragsende oder Vereinswechsel (alte Verein-Versicherung greift nicht mehr, neue Verein-Versicherung noch nicht) Ja, der private ERGO-Tarif bleibt vom Verein losgelöst bestehen, längstens ein Jahr, dann verlängerbar. Genau das ist der Punkt: Verein-Versicherungen enden mit dem Vertragsende. Eine private Lösung ist das, was nach jedem Vereinswechsel weiter greift.

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Die Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung und das Krankentagegeld vertiefen wir in eigenen Beratungs-Themen. Wenn Dich der Aufbau interessiert, sprich mich an oder schau im Hub für Profisportler-Absicherung rein.

Die Kernbotschaft dieser Sektion: Die Unfallversicherung ist eine wertvolle Säule, aber sie ist nicht das Fundament. Das Fundament ist die Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung, weil sie die Schäden auffängt, die eine Karriere wirklich beenden, also auch ohne klassisches Unfallereignis.


Häufige Fragen zur Unfallversicherung für Profisportler

Werde ich als Profi-Sportler vom Tarif aufgenommen?

Laut ERGO in rund 90 Prozent der Fälle ja. Der ERGO Berufssportler-Tarif kommt ohne Standard-Gesundheitsprüfung und ohne Vorschadenfragen. Voraussetzung ist ständiger Wohnsitz in Deutschland und Start- oder Spielberechtigung für einen deutschen Verein. Wenn Deine Sportart nicht versicherbar ist (zum Beispiel Apnoetauchen, Boxen, Motorsport, Straßen-Radsport, Reiten, Ski alpin) oder Deine Vertrags-Struktur nicht eindeutig zuordenbar ist, prüfen wir die Alternativen vor dem Antrag.

Wann zahlt die Sofortleistung bei einer Verletzung?

Die Sofortleistung greift bei elf definierten schweren Verletzungs-Klassen: Kreuzbandruptur mit zwei Begleitverletzungen, dasselbe bei einem vorgeschädigten Kreuzband (dann halbe Leistung), Bimalleolarfraktur Sprunggelenk, Schultereckgelenksprengung Rockwood III oder Tossy III, offene Fraktur eines Röhrenknochens mit zusätzlicher Schädigung, Trümmerfraktur, Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma ab Grad drei, Erblindung beider Augen, Amputation Fuß oder Hand, Querschnittslähmung. Die Auszahlung erfolgt ohne Warten auf die endgültige Invaliditätsbewertung, gedeckelt bei 10.000 Euro. Sie wird auf die spätere Invaliditätsleistung angerechnet und erlischt ein Jahr nach dem Unfall.

Welche Sportarten sind versicherbar?

50 Sportarten in zwei Beitragsgruppen sind versicherbar. Beitragsgruppe 1 (30 Sportarten, niedrigeres Promille) umfasst unter anderem Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Tennis, Eishockey, Leichtathletik, Schwimmen. Beitragsgruppe 2 (20 Sportarten, höheres Promille) umfasst zum Beispiel Bahnrad, Biathlon, Bob, Skispringen, Skilanglauf, Triathlon, Judo, Ringen, Turnen, Wakeboarden. Nicht versicherbar sind zum Beispiel Apnoetauchen, Boxen, Motorsport, Straßen-Radsport, Reiten und Ski alpin. Die vollständige Tabelle der versicherbaren Sportarten steht oben in der Sportarten-Sektion.

Was kostet der Profi-Tarif konkret?

Der Mindestbeitrag liegt bei 249,50 Euro pro Jahr (Jahres-Einmalbeitrag per SEPA-Lastschrift, keine Ratenzahlung). Zwei Beispielwerte aus dem ERGO-Berechnungstool inklusive 19 Prozent Versicherungsteuer: bei 250.000 Euro Versicherungssumme, 25.000 Euro Todesfall und 10.000 Euro Sofortleistung sind es 1.052,85 Euro pro Jahr. Bei 500.000 Euro Versicherungssumme, 50.000 Euro Todesfall und 10.000 Euro Sofortleistung sind es 1.988,49 Euro pro Jahr. Die konkrete Höhe hängt von Deiner Sportart ab (Beitragsgruppe 1 oder 2).

Brauche ich vor dem Antrag eine forensische Gesundheits-Aufarbeitung?

Für den ERGO Berufssportler-Tarif selbst nicht zwingend, weil keine Standard-Gesundheitsprüfung verlangt wird. Für die Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung (das Fundament-Produkt im Drei-Säulen-Konzept) ja, dringend. Dort entscheidet die saubere Aufarbeitung der zehn Jahre rückwirkenden Gesundheits-Akte darüber, ob Du aufgenommen wirst und welche Bedingungen Du bekommst. In unserer Beratung machen wir die Aufarbeitung gemeinsam, plus anonyme Risikovoranfragen, bevor Du irgendwo Deinen Namen meldest.

Reicht die Vereinsversicherung als Profi-Absicherung?

Nein. Vereinsversicherungen sind in den meisten Fällen auf die Dauer der Vertragsbeziehung mit dem Verein begrenzt. Endet der Vertrag, endet die Absicherung. Bei Vereinswechseln, Auflösung des Vertrags oder Karriereende durch Verletzung bist Du ohne private Lösung schutzlos. Außerdem decken Vereinsversicherungen oft nur Schäden während Training und Wettkampf für den jeweiligen Verein ab, nicht 24 Stunden weltweit wie der ERGO-Tarif.

Was passiert mit Menisken oder psychischen Folgen nach einer Verletzung?

Beides sind Tarif-Ausschlüsse beim ERGO Berufssportler-Tarif. Menisken sind im erweiterten Unfallbegriff nicht mit aufgenommen (Ziffer 1.4.1). Sie sind nur dann gedeckt, wenn ein klassisches Unfallereignis nachweisbar ist. Psychische Folgen einer Verletzung (Trauma, Depression, Angststörung) sind generell ausgeschlossen (Ziffer 5.2.6), auch wenn sie unfallbedingt sind. Beide Lücken werden über eine Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung mit passendem Baustein abgedeckt.

Wie unterscheidet sich der Tarif von einer Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung?

Sie sind unterschiedliche Produkte, die sich ergänzen. Die Profi-Unfallversicherung (ERGO Berufssportler-Tarif) zahlt bei konkreten Verletzungs-Folgen mit messbarer Invalidität, plus Sofortleistung bei elf Verletzungs-Klassen, plus Todesfallleistung. Die Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung zahlt nicht nach Prozent-Skala, sondern nach einer einfachen Frage: kannst Du Deinen Sport noch ausüben, ja oder nein. Sie greift, egal ob der Auslöser ein Unfall oder eine Krankheit war. Für Profis ist sie das Fundament der Absicherung, weil sie die echten Karriereende-Szenarien auffängt. Die Unfallversicherung ist die ergänzende Säule.


Kostenloses Erstgespräch zur Profi-Absicherung

Du willst wissen, welcher Tarif zu Deiner Sportart, Deinem Einkommen und Deiner Karrierephase passt? Im Erstgespräch sortieren wir die drei Säulen und klären, welcher Anbieter Dich aufnimmt. Kostenlos und unverbindlich.

  • Sortierung der drei Säulen (Sportinvaliditäts-/Sportunfähigkeits-Versicherung + Krankentagegeld + Profi-Unfallversicherung)
  • Forensische Gesundheits-Aufarbeitung für die Säule, die sie braucht
  • Anonyme Risikovoranfragen bei den passenden Anbietern
  • Volle Transparenz, sogar bei dem, was ich verdiene

Quellen und rechtliche Grundlagen

Stand: 28. Mai 2026. Werte und Tarif-Bedingungen geprüft gegen die ERGO-Primärquellen (Onepager, Antrag, AUB 2020 SP, BB Sofortleistung, Berechnungstool), gegen die GDV AUB 2020/2024, das Franke-Bornberg-Rating 2024 und die BGH-Leiturteilsdatenbank.

Tarif-Bedingungen und Marktstandards

  • ERGO Berufssportler-Tarif: Onepager + Antrag + AUB 2020 SP (Stand Dezember 2020, Fassung Mai 2025) + Besondere Bedingungen Sofortleistung (Fassung Januar 2022) + Berechnungstool (Stand Februar 2022). Werte zur Aufnahmequote, Versicherungssumme, Sofortleistung-Cap, Mindestbeitrag und Beispiel-Beiträgen daraus.
  • ERGO-AUB 2020 SP, Gliedertaxe (Ziffer 2.1.2.2.1): Quelle der im Tarif geltenden Gliedertaxe-Werte (Arm 70 Prozent, Hand 55 Prozent, Bein 70 Prozent, Fuß 40 Prozent). Diese Werte entsprechen dem üblichen AUB-Marktniveau.
  • Franke-Bornberg Pressemitteilung 07/2024: Marktauswertung mit 417 geprüften Unfall-Tarifen, FFF-Bestwertungs-Quote von rund zehn Prozent.

Rechtsgrundlagen und Gerichtsurteile

  • VVG (Versicherungsvertragsgesetz), insbesondere § 186 VVG (Hinweispflicht des Versicherers auf Fristen) und § 188 VVG (Neubemessung der Invalidität). Online verfügbar unter gesetze-im-internet.de/vvg.
  • BGH IV ZR 273/03 vom 23.02.2005 (BGHZ 162, 210): Leitentscheidung zur Wirksamkeit der AUB-Fristenregelung unter Transparenzgebot. Schriftliche Invaliditätsfeststellung binnen 15 Monaten ist wirksam.

Stakes-Belege

Behördliche Verweise

Aktuelle Marktdaten und Bedingungen können über das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und den Gesamtverband der Versicherer (GDV) abgerufen werden. Bei rechtlichen Fragen ist die offizielle Justiz-Datenbank des Bundesgerichtshofs (bundesgerichtshof.de) maßgeblich.

Wichtiger Hinweis

Stand der Rechtslage und Tarif-Bedingungen: Mai 2026. Die genannten Werte (Versicherungssummen, Beiträge, Aufnahmequoten, Verletzungs-Klassen) gelten zum genannten Stand und können sich durch Tarif-Updates ändern.

Dieser Beitrag ist Versicherungsmakler-Information nach § 34d Abs. 1 GewO (Maklerregister-Nummer D-4YKP-487AL-84, Sitz Bad Neuenahr-Ahrweiler). Er dient der allgemeinen Marktinformation und ersetzt keine individuelle Beratung. Die konkrete Tarif-Wahl, die Versicherbarkeit und die Bedingungen hängen von Deiner Sportart, Deinem Einkommen, Deiner Karrierephase und Deiner Gesundheits-Vorgeschichte ab.

Ich bin als Versicherungsmakler nicht ausschließlich für einen Versicherer tätig. Die Beratung umfasst keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Sozialrechtsberatung. Für solche Fragen wende Dich an einen Anwalt oder Steuerberater.